Wir sind die Könige von Colorado {Rezension}


Cover

“Wir sind die Könige von Colorado ” ist ein Roman von David E. Hilton und ist 2011 im Archeverlag erschienen.

„Im Sommer 63 als ich 13 war, stieß ich meinem Vater ein Davy-Vrocket-Taschenmesser in die Brust. Das ist jetzt fast 50 Jahre her.“

© Karin Fiedler

Ein Mann, eine verdrängte Jugend und ein Unfall mit einem Pferd, so beginnt dieser Roman.
Es geht um das Leben von William Sheppard, der als 13jähriger auf der Swope Ranch landet.
Als er sieht wie ein schönes weißes Pferd nach einem Unfall auf der Straße liegt passiert etwas mit ihm. Alte Erinnerungen keimen in ihm auf. Jetzt, nach so vielen Jahren will er endlich klar Schiff machen. Der Gedanke an ein Ende, ohne die Vergangenheit aufgearbeitet zu haben ist ihm unbehaglich. Er beschließt seine Kindheit auf Papier zu bringen – was William eine scheiß Angst einjagt. Und so beginnt in Kapitel 3 die Geschichte vom William Sheappard.
Eine Kindheit voller Prügel, Erinnerungen vom Vater mit Schnapsfahne und Gürtel in der Hand. Als sein Vater die Mutter fast Tod schlägt sticht William auf ihn ein und verletzt seinen Vater schwer. Und obwohl er seine Mutter nur retten wollte wird er zu 2 Jahren Jugendhaftanstalt verurteilt. Er muss auf die Swope Ranch nach Colerado.
Was ihn dort erwartet ist nicht viel besser und doch findet er Freunde. Benny , Mickey , Coop und Will helfen sich gegenseitig wo es geht. Aber zwei seiner Freunde werden die Swope Ranch nicht überleben und die anderen werden nie mehr die Selben sein.

© Karin Fiedler

Der Schreibstil ist unheimlich klar. Unmissverständlich erfahren wir schon auf den ersten Seiten, dass dieses Buch kein Spaziergang wird. Ich habe mit Will, Benny, Coop und Mickey geweint und das passiert wirklich ganz selten das mich ein Buch dazu verführt. Der Inhalt ist brutal, es geht und Misshandlung, Tod, Freundschaft und Liebe. Und dennoch hält sich der Autor mit detaillierten Beschreibungen zurück und überlässt seinen Lesern die Intensität. Ich schaffe es auch noch gar nicht alle Gefühle auszudrücken, die dieses Buch in mir aufgewühlt hat.

Chaostante

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2 Kommentare zu “Wir sind die Könige von Colorado {Rezension}

  1. Hallo Karin,
    das klingt in der Tat sehr aufwühlend und man merkt Dir an wie aufgewühlt Du bei der Rezi warst 🙂
    Irgendwie musste ich jetzt beim lesen Deiner Rezension dauernd an „Ich mach Dich tot“ von E. Nikes und an „Ich wollte Liebe und lernte hassen“ von Fritz Mertens denken, da ging es mir ähnlich.
    Ich setz mir das Buch mal auf die Merkliste 🙂
    LG Ela

    • Meine liebe Ela,
      ich habe das Buch 2011 gelesen. Und es ist eines der wenigen Bücher über die ich noch heute ganz oft nachdenke.
      Ich war ganz verwundert das die Rezension noch nicht hier auf dem Blog war.
      Denn ich habe mich von Mona und Dir inspirieren lassen und suche kommendes WE nach Empfehlungen zu einem bestimmten Genre. Was gut zu diesem Buch passt.

      Das Buch ist echt starker Tobak, soviel möchte ich vorwarnen. Aber jedem dem ich das Buch bisher ans Herz gelegt habe war genauso berührt und begeistert von diesem Buch wie ich.

      Deine Tipps werde ich mir jetzt gleich näher anschauen.
      Danke

      Ganz herzliche Grüße
      Karin

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