#57 Rezension


 

Meine Welt

 Charlotte-und-die-Geister-von-Darkling_Blog

Bewertung

4 Sterne

Charlotte und die Geister von Darkling“ ist ein Roman von Michael Boccacino und 2014 im Lübbe Verlag erschienen.

© Karin Fiedler

© Karin Fiedler

Charlotte ist Gouvernante auf dem Anwesen der Evertons. Sie kümmert sich um die Bildung beiden Söhne des Hausherrn, die vor kurzem ihre Mutter verloren haben. Als dann die Nanny der beiden tot im Wald aufgefunden wird, übernimmt sie die gesamte Betreuung der Kinder.
Charlotte ermutigt die Kinder ihre Träume zu zeichnen und damit zu deuten. So kommt es, dass sie einem Weg folgen, den die verstorbene Mutter ihrem Sohn im Traum gezeigt hat. Auf diesem Weg stehen Charlotte und die Kinder plötzlich im dichten Nebel und finden sich in einer völlig fremden Welt wieder.
Sie gelangen nach Darkling, einem Anwesen in der Endwelt, dort wo der Tod keinen Zugang hat, aber unsterbliche Kreaturen ihr zu Hause haben. Dort finden die Jungen auch ihre Mutter wieder.

© Karin Fiedler

© Karin Fiedler

Dem Autor ist hier ein wunderbar schauriges, mystisches Märchen gelungen. Mit Thrillerelementen und dunkler Magie hält er die Spannung zwischen den beiden Welten aufrecht. Die Sprache, die der Autor verwendet, ist jugendorientiert, die Gewalt ist allgegenwärtig, wird aber nicht detailliert beschrieben. Überwiegend schwebt ein mystischer Hauch über diesem Buch, gerade die Endwelt finde ich sehr gut ausgearbeitet. Ich glaube fast Everton und Darkling zu kennen und würde mich dort sofort zurecht finden.
Auch die Protagonisten sind perfekt und bildhaft beschrieben. Einzelheiten erzählt der Autor fast immer beiläufig. Es gibt keine langatmigen Ausführungen. Den Herrn über Everton und Charlotte finde ich am besten gelungen. Die tiefe Trauer dieser beider Menschen, die ihre Liebe an den Tod verloren haben, aber dennoch versuchen ein neues Leben anzufangen, ist gut ausgearbeitet.

Das Pendant, der Herrscher über Darkling hat eine mystische Aura. Gut oder Böse, das entfaltet der Autor nur sehr langsam.
Hat er Charlotte oder die Kinder in die Endwelt gelockt und was ist sein Ziel, welches Spiel treibt er hier voran?

Nein, Charlotte und die Kinder befinden sich nicht wie Alice im Wunderland. Sie verändern auch nicht ihr Erscheinungsbild. Sie wandeln als Lebendige zwischen den Welten. Nur die Zeit vergeht anders in Darkling und so merkt niemand, dass sie überhaupt weg sind, wenn sie die Endwelt und somit die Mutter der Kinder besuchen.
Und doch sind ein paar Parallelen zu Alice im Wunderland zu erkennen, die mich aber nicht gestört haben.

Für mich hat der Inhalt das geboten, was das Cover versprochen hat. Ich kann es jedem empfehlen der auf seine eigene Fantasie vertraut und keine langen detaillierten Beschreibungen braucht.

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4 Kommentare zu “#57 Rezension

  1. Hi 🙂
    Ich habe bis „Die Sprache, die der Autor verwendet, ist jugendorientiert“ gelesen, davor wollte ich es schon auf meine SuB setzen, aber ich steht wirklich nicht auf jugendorientiert.
    Lies doch mal was nicht jugendfreies 😉
    Liebe Grüße, Gregor

    • …dann lass ich das demnächst mal weg *gg*
      Und nun bin ich über meine eigene Rezi gestolpert, ich glaube das war gar kein Jugendbuch (ich glaube da habe ich was durcheinander gewürfelt)

      Aber es kommen demnächst ein paar erwachsenen Bücher und ich habe vor kurzem „Die unheimliche Bibliothek gelesen und „Die Bäckereiüberfälle“ liegen auch schon hier 🙂

lass doch ein paar Worte hier :-)

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