Buchmonat Juli 2011


Ein wunderbarer Lesemonat mit neuen Entdeckungen und einigen Highlights.

Gelesen:

Süchtig nach dem Sturm
von Norman Ollestad
In diesem Doku-Fiktionalen Roman erzählt uns Norman Ollestad, wie es kam, dass er als einziger einen Flugzeugabsturz überlebte. Weit 30 Jahre nach dem Absturz verfasst er den Roman ‚Süchtig nach dem Sturm‘.
Er nimmt uns mit in die Freiheit der 70er Jahre und zeigt uns seinen Überlebenskampf in den schneebedeckten Bergen.

Im Labyrinth der Nacht von Graham Swift
Vor dem Tag, als das Familiengeheimnis gelüftet werden soll liegt Paula wach im Bett. Ihr Mann Mike liegt schlafend neben ihr und die 16jährigen Zwillinge schlummern in ihren Zimmern.
Sie führt einen einsamen Monolog und spricht in Gedanken zu ihren Kindern. Es soll ein Probelauf für die Urteilsverkündung sein, ein sich beruhigen und um Verständnis ringen. Der nächste Tag soll der Tag des Jüngsten Gerichts werden. Die Zwillinge Kate und Nick werden in das Geheimnis der Eltern eingeweiht.
Graham Swift hat versucht, die Innenansichten einer 49jährigen Frau darzustellen. Diese hat er aber leider nicht zu greifen bekommen. Er verstrickt sich in seiner Konstruktion und verliert sich im eigenen Labyrinth.

Sieben Minuten nach Mitternacht  von Patrick Ness
Sieben Minuten nach Mitternacht geht tief unter die Haut. Die Protagonisten sind authentisch, real und wirken nicht stereotyp. Die Charakterzeichnungen wirken lebensnah.
Die Geschichten der Eibe handeln von Krankheit, Hoffnung und Loslassen, sowie Wut, Angst und Tod.
Hier entsteht nicht der Eindruck einer Fabel, sondern vielmehr eine Anleitung zum Loslassen.
Wenn man sich wünscht, dass etwas aufhört, auch wenn man dadurch etwas hinter sich lassen muss und verliert, dann sollte das schlechte Gewissen einen nicht auffressen.

Westend Blues: Ein Katharina-Klein-Krimi aus Frankfurt am Main  von Helmut Barz
Katharina Klein zeichnet sich als unkonventionelle Ermittlerin aus. Um Schuldige zu überführen riskiert sie oft Kopf und Kragen. Amendt hingegen ist in sich verschlossen und hat ein Geheimnis, das Katharina noch nicht erkennt. Er wurde vor langer Zeit eines Mordes beschuldigt, aber auf Grund fehlender Beweise wieder frei gelassen. Wer jetzt meint zu wissen, was hinter Amendt steckt, der täuscht sich.
‚Westend Blues‘, ein Frankfurt-Krimi, ist ein temporeicher Krimi, der mit wenig Blut und detailverliebten Mordbeschreibungen auskommt. Vielmehr versucht der Autor Helmut Barz hier eine psychologische Note reinzubringen. Die vielen Nebenstränge, die sich Helmut Barz hier einfallen lassen hat, unterstützen die Spannung, die dieser Krimi nie verliert. Wir stolpern zusammen mit Katharina und Amendt von einem Mord in den anderen. Ein Krimi mit einer guten Mischung aus Action und Witz.

Marina von Carlos Zafon
Eine mysteriöse Geschichte, die den Leser vom ersten Satz an fesselt.
„Marina sagte einmal zu mir, wir erinnerten uns nur an das, was nie geschehen sei.“

Tiger Tiger von Margaux Fragoso
Die 7jährige Margaux lernt den 51jährigen Peter in einem Schwimmbad kennen. Daraus entspinnt sich eine 16 Jahre anhaltende „Freundschaft“. Wie schaffen es die Pädophilen den Opfern und Familien etwas vorzuspielen.
Margaux Fragoso erklärt das auf sehr verstörende Weise.  Bei einem Thema das so nah geht – das aufregt – auf Papier zu bringen und alles vor jedem  auszubreiten hat jeden Respekt verdient.

Insgesamt 2123 gelesene Seiten

Wie war euer Lesemonat?
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4 Kommentare zu “Buchmonat Juli 2011

  1. „Süchtig nach dem Sturm“ steht auch schon ewig auf meiner Wunschliste…..

    Ich habe es diesen Monat auf 9 Bücher gebracht – allerdings habe ich ein wenig geschummelt, denn es waren allesamt seeeeehr dünne Bücher =)
    Im Vergleich: bei mir nur 1220 Seiten, hihi.

    liebe Grüße,
    Cara

  2. Bei mir waren es vier Bücher. Zwei Qualitätskrimis – einer davon mit einem recht ungewöhnlichen Titel. Die Geschichte einer „Landgeherin“ in der rauhen Gebirgswelt um 1890 und eine Geschichtensammlung aus Island:

    Für immer tot / Bernhard Aichner

    gar.aus. / Michael Mehrgardt

    Die Landgeherin / Hans Haid

    Dorsche haben traurige Augen / Brigitte Bjarnason

  3. Hallo Karin,
    na da hast Du ja einiges geschafft!
    Mein Lesemonat war auch ganz okay, hab die Seiten aber ausser bei der Challenge,jetzt nicht gezählt.
    LG ELa

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