Die schärfsten Gerichte der Tatarischen Küche – Alina Bronsky



  • Gebundene Ausgabe: 317 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 4. (19. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3462042351
  • ISBN-13: 978-3462042351
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    Im Zentrum dieses Romans stehen drei Frauen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können.
    Drei Generationen, in drei Kulturen. Rosalinda – eine selbstgerechte Tatarin, ihre Tochter Sulfia – unscheinbar und ihrer Mutter nach unendlich dumm und hässlich, und Aminat – die vielversprechende Enkelin und Tochter von Sulfia.

    Die Handlung setzt in den 70er Jahren an, Rosalinda und ihr Mann wohnen mit Sulfia in einer viel zu engen Stadtwohnung, die sie sich mit anderen teilen müssen. Der Ort, irgendwo jenseits des Urals.
    Das Sulfia schwanger geworden ist, grenzt für Rosalinda an ein Wunder. Wo doch ihre Tochter noch nie einen Mann hatte. So redet sie sich also ein, das es im Traum passiert sein muss. Da kein Mann da ist, muss das Kind weg. Die Nachbarin mit ihrer Stricknadel muss helfen und es sieht so aus als ob alles gut geht. Doch Sulfia hätte Zwillinge bekommen und so ist 9 Monate später Aminat da.

    Rosalindas Ideen beherrschen die Familie und so entzweit sie Aminat und Sulfia immer mehr. Bis Sulfia eines Tages einfach auszieht, zu einem Mann. Und schon wieder hat Rosalinda davon nichts mitbekommen.
    Im Glauben gutes zu tun, tyrannisiert Rosalinda die ganze Familie. Völlig selbst überschätzt macht sie natürlich Fehler, mitunter auch schwerwiegende Fehler. Aber sie sieht das keinesfalls so.

    Alina Bronsky schreibt in einem leichten Ton, der einer immerwährender Flut über bedenkliche Zustände, über Pädophilie und Abhängigkeit hinweg spült. und doch ist ein steter Nervenkitzel im Hinterkopf, ob der Zustände und über das, was sich Rosalinda nun schon wieder ausgedacht hat.

    Nach „Scherbenpark“, ein noch viel realitätsnaheres Buch. Bronsky schafft es über das normale Leben zu schreiben, ohne dabei abzuschweifen, oder langweilig zu werden. Nicht umsonst gab es für „Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche“ eine Buchpreisnominierung.
    Absolute Leseempfehlung!

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    2 Kommentare zu “Die schärfsten Gerichte der Tatarischen Küche – Alina Bronsky

    lass doch ein paar Worte hier :-)

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