Als der Zufall sich zwischen die Stühle setzte


von Jonas Karlsson


  • Gebundene Ausgabe: 175 Seiten
  • Verlag: Fahrenheit (Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3940813168
  • ISBN-13: 978-3940813169
  •  

    Das Buch handelt von Menschen die in einer schwedischen Großstadt mit allerlei Luxus-Problemen beschäftigt sind, bis sie an einen Punkt gelangen, an dem nichts mehr so läuft wie gewohnt und nichts mehr so ist wie es scheint. Der Autor Jonas Karlssons lässt die Ereignisse auf merkwürdige Weise zusammenfließen.

    Die intelligent verschachtelten Kurzgeschichten handeln von unseren alltäglichen Selbstverständlichkeiten und wie schnell diese, den Menschen aus Gewohnheiten reißen können, weil sie nur hauchdünn am normalen Leben liegen. Der Leser muss die Puzzleteilchen zusammenzufügen zu einer Wahrheit, die ein wenig abseits liegt und staunen lässt über die menschliche Kurzsichtigkeit.
    Wie sich dann am Ende alles zusammenfügt und was die ständig verschobenen Treffen der Freunde Johan und Pär mit einem alten Ehepaar zu tun hat und diese wiederum mit dem geheimnisvollen Brief ohne Absender. Ein Buch über die Angst des Alleinseins, verlassen werden und Verlustangst im allgemeinen. Es rührt an der Angst das wir selbst unser Umfeld nicht mehr verstehen,oder wir selbst nicht mehr verstanden werden.

    Der Schreibstil ist deutlich und klar, Karlsson versteht es mit wenigen Worten den Leser zum nachdenken anzuregen und seinen Alltag deutlicher zu sehen und die kleinen Unebenheiten besser zu verstehen. Ein Buch mit vielen ineinander fließenden Geschichten die zum nachdenken anregen und dennoch sehr humorvoll geschrieben sind. Es scheint, als würden die Figuren aus dem vorgesehenen Rahmen fallen und ein Eigenleben entwickeln. Selbst der Autor fängt an sich mit seinen Figuren zu unterhalten.

    Karlsson ist schwedischer Theater- und Filmschauspieler, der mit „Als der Zufall sich zwischen die Stühle setzte“ sein Debüt vorlegt. Das wie ich finde sehr gelungen ist!

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    3 Kommentare zu “Als der Zufall sich zwischen die Stühle setzte

    1. Absolut ein Buch, für das man den Kopf frei haben sollte…*grins*….Ich habe jetzt geschlagene 40 Sekunden über den sensationellen Titel sinniert. DER ist spitze!

      • Oja, einmal nicht aufgepasst hat man schon den Faden verloren. Ist schon schwer genug ihn zu finden.
        Ja, toller Titel oder.. Sitzt du echt beim Denken mit Stopuhr da??? *gg*

        • Nein. Hätt ich geschrieben “ ne Minute“ hätt ich mal wieder zu dick aufgetragen. Hätt ich „10 Sekunden“ getippt“ wärs nicht aussagekräftig gewesen. Man muss manchmal in seinen Aussagen den goldenen Mittelweg finden…* schelmischzwinker*

    lass doch ein paar Worte hier :-)

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