Hello Kitty muss sterben von Angela S. Choi



  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag (25. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630873391
  • ISBN-13: 978-3630873398
  • Originaltitel: Hello Kitty Must Die
  •  

    Hi, ich heiße Fiona Yu.
    Man nennt mich Fi.
    Here we are now, entertain us
    Ich freue mich sehr deine Bekanntschaft zu machen.
    Ach, übrigens, ich vermisse ein Jungfernhäutchen.

    Und Fiona ist ein Biest.
    Fiona, Anwältin, ist mit ihren 28 Jahren immernoch Jungfrau. Wer will einen schon nach dem dritten Date heiraten? Sie wohnt mit ihren 28 Jahren immernoch zu Hause und ihr Vater versucht sie mit allen Mitteln zu verkuppeln. Aber so ist es nun mal üblich in China, nur lebt Fi mit ihren Eltern in Amerika. Deshalb beschließt sie auch das Häutchen, welches zwischen ihr und den Männern steht loszuwerden. Und zwar mit Mr. Happy und sehr viel Lidocain (zur Betäubung), denn Fiona hasst Schmerzen. Aber nun muss sie feststellen das sie von der Natur betrogen wurde, sie besitzt kein Jungfernhäutchen.
    Also sucht sie einen Arzt auf der sich darauf spezialisiert hat, ein Facharzt zur Hymenwiederherstellung.
    Dieser Arzt entpuppt sich als ich alter Schulfreund Sean Killroy. Und jetzt beginnt die Geschichte richtig an Fahrt aufzunehmen.  Dr. Sean Killroy ist nicht nur Arzt zur Wiederherstellung von Hymen. Nein, er ist ganz nebenbei Serienkiller. Und Fiona wird ihm demnächst dabei helfen die Opfer für ihn auszusuchen.
    Welches Biest Fi sein kann, beweist sie im Waschsalon ihrer Eltern.

    „Ich genoss meine Stunden im Waschsalon. Der Waschsalon ermöglichte es mir, hinter dem Ladentisch persönlich für den Ruin von mindestens drei chinesischen Ehen zu sorgen. >>Es tut mir ja so leid, Mrs Fung. Ihre Kleidung ist noch nicht fertig. Wir haben Probleme diesen kirschroten Lippenstiftfleck aus dem Hemd ihres Ehemanns zu entfernen.<<„

    Schon bald entdeckt auch Fi die Vorzüge die Tyrannen, die einem das Leben schwer machen aus dem Weg zu räumen.

    „>>Es geht nicht einmal so sehr darum, für sich selbst einzutreten, Fi. Es geht darum, ihnen zu geben, was sie verdient haben. Man braucht nur den Willen, das zu tun, was die anderen nie wagen würden<<, zitierte Sean Keyser Söze. Die üblichen Verdächtigen war Senas Lieblingsfilm, gefolgt von American Psycho und Uhrwerk Orange.“

    Fi und Sean haben eine sehr skurrile Beziehung zueinander. Es geht nicht um Sex, den Fiona hat kein Interesse daran, weder mit Männern – noch mit Frauen. Und Sean geht ganz darin auf, Gottes Werk zu verrichten, denn sterben muss jeder mal. Und nicht nur Hello Kittys.

    Ich habe seit langem kein so böses Buch gelesen. Die Autorin Angela S. Choi nimmt kein Blatt vor den Mund. Und genau das ist es, was dieses Buch so wertvoll macht.
    Die Autorin erzählt genau von der anderen Seite der heute so üblichen Frauenromane. Und das man auch witzig und dreist schreiben kann, wenn man nicht über Frauen ohne Willen schreibt. Denn Choi stellt die Frauen mit Hello Kitty gleich, keinen Mund oder Reißzähne wie ein richtiges Kätzchen, sie hat keine Augenbrauen – also kann sie nicht wütend schauen, sie kann einem noch nicht mal die Augen auskratzen. Sie ist bloß krallenlos , zahnlos, stumm, mit dieser ruhigen, ausdruckslosen Miene und einer rosafarbenen Schleife obendrauf. Arme Hello Kitty. Und so spielt die Autorin mit diesen Stereotypen und brilliert mit ihrem Debüt mit grandioser Bösartigkeit.
    Ein erschreckendes Stück Wahrheit über unsere verlogene Moral.

    Das Cover und der Titel sind mehr als nur ein hingucker.
    Ich kann das Buch wirklich nur jedem empfehlen, der gerne auch mal etwas bösartiges liest und dabei auch noch auf intelligente Weise unterhalten werden möchte.

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    3 Kommentare zu “Hello Kitty muss sterben von Angela S. Choi

    1. Ich habe ,hello kitty muss sterben – rezension“ auf youtube geguckt. ich finde das nicht in ordnung,dass sie hello kitty hat, sie sagte so was ähnliches sie hasse hello kitty weil sie keine richtige katze ist, das ist merkwürdig! aber in richtigen hello kitty filmen hatte sie mal augenbrauen (da war sie müde) und sie hatte auch zähne! Diese Frau(fi) klaut die kreativität und fantasie für Kinder!

    lass doch ein paar Worte hier :-)

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