Ins Freie von Joshua Ferris


  • Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
  • Verlag: Luchterhand Literaturverlag (30. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630872972
  • ISBN-13: 978-3630872971
  • Was wenn es kein entrinnen gibt?
    Wenn man sich seiner Krankheit stellen, dagegen ankämpfen muss?
    Versuchen damit zu leben?

    Was würden Sie tun, wenn sie eine Krankheit haben, die Sie ausschließt? Familie, Freunde, Arbeit – kein alltägliches Leben mehr möglich ist.

    Tim, der Protagonist dieses Romans, leidet an einer Namenlosen Krankheit. Von den Ärzten zum Teil verspottet, von den wenigsten ernst genommen. Wenn die Krankheit ausbricht und wieder ein Schub das normale Leben aus den Fugen hebelt, dann muss er laufen.Er begibt sich auf Wanderschaft, was er auch gerade tut – muss warten, denn die Füße tragen ihn, ohne das er es will. Bis er dann erschöpft irgendwo zusammenbricht.
    Jane, seine Frau sucht ihn dann. Mit der Zeit und den Schüben habe sie Tims überleben gesichert. Ein Rucksack, warme Kleidung, ein Navigationsgerät.., wenn er es noch nach Hause schafft, die Handschellen. Nicht selten trägt er Erfrierungen davon, verliert dadurch sogar Extremitäten.
    Bis er eines Tages beschließt zu gehen, dass ist der Weg den er allein gehen muss. Zurück lässt er seine jugendliche Tochter und Jane.

    Ein Roman, eine fiktive Geschichte – wie ich sie noch nie gelesen habe. Das erste drittel ist zwar etwas zäh, aber wichtig für den Verlauf der Geschichte, wir lernen Tim und die namenlose Krankheit kennen. Joshua Ferris sagt: „es war mich wichtig, eine Krankheit zu  erfinden die zwar phantastisch genug ist, aber dennoch real sein könnte.“

    Man leidet mit Tim, stellt sich die eigene Person in den Situationen vor.
    Tim, Jane und die gemeinsame Tochter Becka, wirken so real als wären sie die eigenen Nachbarn. Und so wird Tims Krankheit immer realer und bedrohlicher in den eigenen Gedanken.

    Ferris zeigt auf, wie unwichtig die gesellschaftliches Zwänge plötzlich werden können. Man selbst fragt sich, ob man sein Leben auch in diese Bahn lenken könnte und wie man selbst damit umgehen würde.

    Ein düsterer und sehr beeindruckender Roman.

     

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    2 Kommentare zu “Ins Freie von Joshua Ferris

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